Das letzte Urteil

Du kommst zu mir und fragst mich nach einem Film? An einem Tag wie diesem? Nun gut … wenn es der Unterhaltung dient. Aber wir reden hier nicht über ein bloßes Lichtspiel. Wir reden über mein Leben. Über das Erbe, das ich mit Blut und Schweiß auf den Straßen von New York errichtet habe.

Thunderbolts

Ein Team aus verlorenen Seelen, ein Plot voller Bruchstellen – Thunderbolts will düster, tiefgründig, rebellisch und gleichwohl humorvoll sein, stolpert dabei aber über platte Witze, schreiende Nebenfiguren und seelenlosen Fanservice. Nur Florence Pugh bringt Licht ins düstere Chaos – der Rest? Ein lauter Sturm im leeren Marvel-Karton.

Flow

Ok, das Bild ist dieses Mal etwas random geworden, aber das Prinzip der Arche sollte jedem klar werden. Weitere Motive und Anspielungen auf die Bibel darf jeder selbst suchen 😉

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Nosferatu – Der Untote

Er wird kommen.

„Nosferatu – Der Untote“ von Robert Eggers besticht durch seine großartige Kameraführung und den perfekten Einsatz von Licht und Schatten, die teilweise nahezu schwarz-weiß anmutende Bilder erzeugen.

Eggers gelingt es, eine Atmosphäre zu schaffen, die zugleich mysteriös, düster und unglaublich spannend ist. Die Kombination aus schaurig-schönen Bildern und dem emotional bis laut schreienden symphonischen Score von Robin Carolan zieht den Zuschauer sofort in ihren Bann.

Civil War

Krieg. Krieg ist nicht immer gleich.

Nur ein paar spontane Schlaglichter nach dem Kinobesuch: „Civil War“ ist leider ziemlich enttäuschend. Auf dem „Papier“ las sich das bestimmt alles super (Drehbuch & Regie Alex Garland), als fertiger Film ist das für mich unausgegoren, öde und uneinnehmend.

Zunächst fällt der unpassende Musikeinsatz negativ auf. Die ausgewählten Songs (nicht der Soundtrack, der ist unauffällig bis wabernd) ist einfach nicht treffsicher und/oder ironisch überhöht genug, um Eindruck zu machen. Verglichen mit (zum Beispiel) Tarantino, der es versteht, Musik effektiv und stimmungsvoll einzusetzen, scheint Garland hier das richtige Gespür zu fehlen. Aber ja, über Geschmack kann man sicher streiten.

Die Dialogregie ist für mich ein weiterer Schwachpunkt. Viele Dialoge erscheinen seltsam unmotiviert oder andernfalls auch zu lakonisch, was es für mich schwer macht, die Charaktere und ihre Motivationen zu verstehen oder gar mit ihnen mitzufühlen. Die Figuren bleiben – mit Ausnahme des Charakters von Kirsten Dunst – flach und uninteressant. Kurze (meistens wirklich kurz!) Nebenrollen sind erratisch eingestreut und tragen dann auch nur wenige Minuten des Films, bevor die Charaktere aus der Story gelöscht werden.

Next: das Pacing des Films. Vorsichtig gesagt schien mir das holprig und unausgewogen – all over the Place. Der Roadtrip stolpert zwischen zu schnell und oft zu langsam, ohne einen gleichmäßigen Rhythmus zu finden. Emotionale Anschlüsse konnte ich nicht finden. Und wenn dann mal eine ungewöhnliche Szenerie irgendwo mitten auf dem Land eingefangen wird, dann müssen die Figuren mich auch noch im Dialog darauf hinweisen!? Wieso vertraut der Film hier nicht seinen Bildern? Show, but tell them anyway?

Dann die Dialoge – echt mühsam. Sie wirken oft total sinnlos und lassen die Charaktere flach und uninteressant erscheinen. Es fehlt einfach an Motivation und Tiefe, was es schwer macht, sich auf die Story einzulassen.

Kurz gesagt: „Civil War“ kriegt’s einfach nicht hin. Zum Glück hat er keine Überlänge …

Shadow Man – Kurier des Todes

Es war einmal in den 90er Jahren, in der guten alten Zeit der festgerückten Feindbilder. Steven Seagal war einer der großen Action-Stars, neben Jean-Claude Van Damme und Wesley Snipes, die in ihren Filme vor allem dadurch glänzten, auf stoisch-zynische und „coole“ Art und Weise möglichst viele Knochen zu brechen. Sicher gibt es das heute auch noch, aber warum schmoren dann all die einstmals Großen in der „Direct-to-Video-Hölle“? Weil Knochen brechen mit den filmischen Mitteln von vor 30 Jahren heute einfach nicht mehr reicht. Und wer kann sich schon Steven Seagal in einer Bullet Time Sequenz umringt von unzähligen Feinden vorstellen!? Eben. Egal: haben wir trotzdem hier mit dem Film „Shadow Man – Kurier des Todes“ genau einen dieser Direct-to-Video-Kandidaten vorliegen.

Strange Circus

„Strange Circus“ von Regisseur Sion Sono („Suicide Circle“) ist

„ … ein verwirrender, komplexer Thriller mit surrealistischen Momenten. Gleich zu Beginn wird der Zuschauer mitten in einen Albtraum geworfen, aus dem er sich bis zum Ende des Films nicht mehr befreien wird. Ein Karussell ist zu sehen, und eine Stimme aus dem Off verrät ihm: ‚Keine Angst, ich bin unter einem Schafott geboren.‘“

Nana Rebhan: ARTE

Der Plot, der sich in immer blutigeren Details entwickelt, zeigt eine Geschichte aus Liebe, Vergewaltigung, Gewalt, Sex und Rache.

New Kids Turbo

Niemand fickt mit Maaskantje (offizieller Untertitel des Films). Die geschmack- und respektlose fünfköpfige Truppe aus den Niederlanden tritt den Rest Niveau, den „Manta, Manta“, Die Flodders und Werner nicht vernichten konnten, mit Füßen. Also werde ich mich verdammt noch mal anstrengen, ohne die schon vielfach in gefühlt allen Social Networks, Foren und Blogs dieser Welt geposteten Zitate eine Rezension auf die Beine zu stellen …

Juan of the Dead

Juan (Alexis Díaz de Villegas) und sein Freund Lazáro (Jorge Molina) lieben ihre Heimat Havanna. Sie halten sich mehr recht als schlecht mit Gelegenheitsjobs und kleinen Gaunereien über Wasser und haben ansonsten ihr liebstes Hobby gemeinsam: Nichts tun, anderen Leuten mit dem Teleskop vom Hausdach hinterher spionieren und flaschenweise Rum trinken. Die Revolution ist lange her, man hat sich arrangiert. Dann auf einmal passiert es: Die beschauliche Ruhe wird gestört, die Einwohner Havannas werden zu Zombies.