Kino der Angst

Wie Horrorfilme gesellschaftliche Krisen spiegeln

Wenn die Welt ins Wanken gerät, wächst das Bedürfnis nach dem Schrecken auf der Leinwand. Historisch betrachtet verhalten sich Popularität und Produktionszahlen von Horrorfilmen keineswegs zufällig. Das Genre agiert vielmehr als seismografischer Sensor für gesellschaftliche Krisen, Umbrüche und kollektive Zukunftsängste.

Es geht hier primär um historische Korrelation – also das synchrone Auftreten und Aufarbeiten von realen Krisen und dem korrelierenden Aufblühen von Angstnarrativen. Horrorkino dient als Kompensationsventil, um reale, diffuse Bedrohungen in einem kontrollierten, fiktiven Rahmen zu verarbeiten , und fungiert gleichzeitig als Subtext-Spiegel der jeweiligen Epoche. Doch wie genau haben sich diese Ängste über die Jahrzehnte hinweg verändert?

Transparenzhinweis: Dieser Inhalt wurde mit KI-Unterstützung recherchiert und formatiert.

Nosferatu – Der Untote

Er wird kommen.

„Nosferatu – Der Untote“ von Robert Eggers besticht durch seine großartige Kameraführung und den perfekten Einsatz von Licht und Schatten, die teilweise nahezu schwarz-weiß anmutende Bilder erzeugen.

Eggers gelingt es, eine Atmosphäre zu schaffen, die zugleich mysteriös, düster und unglaublich spannend ist. Die Kombination aus schaurig-schönen Bildern und dem emotional bis laut schreienden symphonischen Score von Robin Carolan zieht den Zuschauer sofort in ihren Bann.

Darkness Beyond

„Anno 1571: Im Auftrag des britischen Alchimisten Dr. John Dee übersetzt der Philosoph Al-Caleb einen Teil des berüchtigten Buches „Necronomicon“. Dabei liest er laut die Worte der Verdammnis – ein Fehler, für den nicht nur Al-Caleb mit dem Leben bezahlt … Durch die Übersetzung des „Necronomicon“ sind die Mächte der Finsternis heraufbeschworen und die Menschen versinken in Angst und Terror … Nach Motiven des Autors H.P. Lovecraft entstand ein blutiger Alptraum.“ Allerdings! Und dies gilt besonders für die filmische Umsetzung.

Der Fluch – The Grudge 2

Ohne Kenntnis der japanischen „Ju-On“ Originale und des ersten Teils „The Grudge„, bin ich ganz unbelastet an „Der Fluch – The Grudge 2“ herangegangen und habe erstmal nicht allzu viel erwartet: Wieder eine gruselige Geschichte um einen übel gelaunten, bleichgesichtigen Geist mit fettigen, schwarzen Strähnen. Ich wurde allerdings (oder gerade deswegen) positiv überrascht. Der Film überzeugt mit Spannung und Nervenkitzel durch altmodische Schockmomente. Dies dazu noch in einer engen Dichte und mit einem (soviel darf verraten werden) unangenehm konsequenten Ende dieses „verfluchten“ zweiten Kapitels.